Von den ersten Pferdefuhrwerken zur modernen Holding – 80 Jahre Unternehmensgeschichte

Von der Entsorgung zur Dienstleistungs-Holding

Aus einer kleinen Idee am Rand Münchens wurde im Laufe der Jahrzehnte eine weit verzweigte Unternehmensgruppe: Die Sakosta Holding AG mit den Sakosta-Ingenieurbüros blickt auf eine 80-jährige Geschichte zurück, die am 1. Juli 1945 mit der Gründung eines Abfallbetriebs durch Michael Schmid ihren Anfang nahm.

Die frühen Jahre waren geprägt von Mangel, aber auch von Pragmatismus und Mut: Mit einem geliehenen Fahrzeug der Dornier-Werke – ein sogenannter „Bulldog“ – und zwei Pferden führte Michael Schmid erste Grubenentleerungen durch. Seine Frau Frieda Schmid erinnerte sich: „Das Pferdefutter gab es nur auf Bezugsschein. Heu musste von der Baywa in Moosach herbeigeschafft werden – das war jedes Mal eine Herausforderung.“

Das Unternehmen wuchs zügig

Gründung 1.7.1945

1948 bedeutete die Einführung der D-Mark einen wichtigen Schritt: Der erste eigene Kippanhänger konnte angeschafft werden – das erste firmeneigene Arbeitsgerät. Von da an wuchs das Unternehmen zügig. Bald stieß man auf Gelegenheiten, die den nächsten Wachstumsschub einleiteten: Ein ausrangierter Langwagen von Krauss Maffei wurde übernommen, der erste gebrauchte Opel Blitz folgte – eine Zäsur, denn damit endete auch die Ära der Pferde.

Schwerpunkt auf Entsorgung und Sanierung von Schadstoffen

Im Jahr 1964, nach dem frühen Tod des Firmengründers, übernahm Alfred Schmid mit gerade einmal 26 Jahren das Unternehmen. Unter seiner Leitung wuchs das Unternehmen, große Investitionen wurden getätigt. Ein Highlight der frühen Innovationsfreude war der Hochdruckspülwagen, entdeckt auf einer Messe in Frankfurt im Jahr 1958. „Man hat sich überlegt, 60.000 DM – das ist viel Geld. Aber es könnte etwas daraus werden“, schrieb Frieda. Der Erfolg gab der Familie recht.

Der Vater des heutigen Eigentümers, Michael Schmid sen., kam 1982 in den elterlichen Betrieb von Alfred. Mit ihm verlagerte sich der Schwerpunkt des Unternehmens zunehmend auf die Entsorgung und Sanierung von Schadstoffen – was zu Beginn des Jahres 1986 zur Ausgründung der Sakosta führte.

Im Familienarchiv der heutigen Sakosta Holding AG finden sich zahlreiche historische Dokumente. Dazu gehören neben den handschriftlichen Erinnerungen Friedas auch eine Beurkundung des Münchener Stadtbezirks Obermenzing, datiert auf den 17. Mai 1946, die Michael Schmids Rolle in der lokalen Müllabfuhr ab dem 1. Juli 1945 bestätigt.

Heute vereint die Sakosta als Teil der Sakosta Holding AG – hervorgegangen aus diesen Anfängen – innovative Ingenieurleistungen mit einem starken Wertefundament. Der Blick zurück auf die eigene Herkunft ist für uns dabei kein Selbstzweck, sondern eine Quelle von Stolz, Verantwortung und Inspiration.

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