Geotechnik/Erd- und Grundbau

Neue Rechenzentren auf alten Industrieflächen

Hattersheim

Auf einer circa zwei Hektar großen, ehemals industriell genutzten Grünfläche an der Voltastraße in Hattersheim sowie auf einer circa ein Hektar großen, südlich angrenzenden Ackerfläche sollen drei weitere Rechenzentren des Unternehmens NTT Global Data Centers entstehen. Insgesamt betreibt NTT nach Fertigstellung an diesem Standort dann sieben Rechenzentren auf einem circa sieben Hektar umfassenden Campus.

Die Industriegebäude wurden bereits Ende 2017 rückgebaut. Für die Herstellung der Bauteile Bauteile E bis G samt jeweiligem Canyon (begehbarer Graben rund um die Gebäude) sollen Baugruben bis in eine Tiefe von circa sechs Metern unter Gelände hergestellt werden. Die diesbezüglich anfallenden Baugrubenkubaturen bewegen sich um die 250.000 Kubikmeter.

Auf früher industriell genutzten Grünflächen in Hattersheim entstehen neue Rechenzentren

Die Baugrundverhältnisse der jeweiligen Baufelder wurden ab Juli 2021 durch die Sakosta GmbH erkundet. Zudem wurden altlastentechnische Informationen zum Grundstück eingeholt. Die Erkundungen erfolgten mittels Kleinrammbohrungen und schweren Rammsondierungen bis circa sechs Meter unter Geländeoberkante sowie Großbohrungen bis rund zwölf Meter Tiefe. Ergänzend wurden Baggerschürfe für eine abfalltechnische Voreinstufung des anfallenden Aushubmaterials durchgeführt.

Da sich die Projektgrundstücke auf der Anflug- und Bombenabwurfstrecke der alliierten Streitkräfte auf den Frankfurter Flughafen befinden, erfolgten flächige Kampfmitteluntersuchungen mittels Mehrkanalsystem Magnetik.

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ehemalige Grün- und Ackerflächen
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Aushubkubatur

Aufgrund mächtiger Auffüllungen und Bauschuttreste der ehemaligen Industriebauten auf dem Gelände waren die Kampfmitteluntersuchungen wegen einer Vielzahl festgestellter Anomalien nicht auswertbar. Daher wurde eine Aushubbegleitung samt Vorhaltung durch Fachpersonal für Sprengstoffe (Kampfmittelwerker) durch die Sakosta GmbH organisiert und geplant.

Koordination und Bauüberwachung durch die Sakosta

Mit den ersten Erdarbeiten und der fachtechnischen Aushubbegleitung durch die Fachgutachter der Sakosta GmbH wurde im Januar 2022 begonnen. Sämtliche Aushubarbeiten wurden bis circa vier Meter unter Gelände durch Kampfmittelwerker begleitet, die Koordination und Bauüberwachung lief über die Sakosta GmbH.

Aufgrund von Massenerhöhungen durch eine Vergrößerung der Baugrube, ergänzende Leitungsgräben sowie den Aushub sämtlicher Auffüllungen auf dem gesamten Grundstück wurden weitere Bodenproben an Baggerschürfen, Böschungen und Haufwerken entnommen und für die weitere Entsorgung analysiert und bewertet. Die finalen Gründungssohlen der Fundamente wurden gutachterlich bewertet und abgenommen. Das Planum unter den jeweiligen Bodenplatten wurde mittels statischer Lastplattendruckversuche überprüft.

Balanceakt bei Kampfmitteluntersuchungen

Die großen Mengen an abzutransportierendem Baugrubenaushub erforderten mehr als 400 abfalltechnische Deklarationsuntersuchungen.

Das Bauvorhaben erforderte ein großes und umfangreiches Maß an kurzfristiger Projektkoordination sowie Betreuung während des laufenden Baus. Im Bauablauf erfolgte ein Balanceakt: Auf der einen Seite die kontinuierliche Vorhaltung für Kampfmitteluntersuchungen, um einen Baustellenstillstand aufgrund von Wartezeiten zu verhindern, auf der anderen Seite die Reduzierung der Kosten durch vorausschauende Planung der Arbeiten.

Ort

NTT Global Data Centers
Voltastraße
65795 Hattersheim

Leistungsfelder

  • geo- und abfalltechnische Baugrunderkundung
  • abfall- und umwelttechnische Bodenprobenahmen und Untersuchungen
  • begleitende Kampfmitteluntersuchungen
  • geotechnische Sohl- und Baugrubenabnahmen
  • fachtechnische Baubegleitung

Schon gewusst?

Das Data Center in Hattersheim, rund 15 Kilometer westlich vom Frankfurter Stadtkern, ist der vierte Rechenzentrumsstandort von NTT in der Region. Frankfurt ist der führende Rechenzentrumsmarkt in Deutschland und unter anderem wegen der hohen Glasfaserkabeldichte und der geografischen Lage attraktiv für die Branche.

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