Hydrologisches Modell für die Bavaria Towers

München

Für die Neubebauung der Bavaria Towers im Münchner Stadtteil Bogenhausen war bereits bei Planungsbeginn angedacht, das am Standort vorhandene Grundwasser zu Heiz- und Kühlzwecken zu nutzen. Da das Gelände auf zwei Bauherren aufgeteilt war, waren auch zwei baulich getrennte Brunnenanlagen zu planen. Dabei musste eine im unmittelbaren Grundwasserabstrom vorhandene Grundwassernutzung berücksichtigt werden. Außerdem musste für die geplanten Anlagen die wasserrechtliche Genehmigung eingeholt werden.

Das Areal war bereits im Rahmen einer Altlastenerkundung und einer Baugrunderkundung untersucht worden. Um die kleinräumige hydrogeologische Situation zu erfassen, wurden zu den bereits gewonnenen Erkenntnissen zusätzliche Daten erhoben. Die zusammengeführten Daten bildeten dann die Grundlage für die Erstellung eines hydrologischen Modells des Grundwassers am Projektort.

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Fertigstellung
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Brunnen
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Entnahme

 

Für die Erstellung des Modells wurden folgende Szenarien berechnet:

  • Temperaturentwicklungen im Sommer- und Winterbetrieb
  • Getrennte Prognosen für die jeweiligen Brunnenanlagen

 

Die Modellierung ergab, dass für beide Brunnenanlagen eine dauerhafte Entnahme von 8 l/s ohne gegenseitige Beeinflussung und ohne Beeinträchtigung der im Abstrom bestehenden Anlage möglich ist. Dieses Ergebnis wurde für das Gesamt-Wärme- und Kältekonzept des Bauvorhabens übernommen und wasserrechtlich durch die Stadt München genehmigt.

Ort

Bavaria Towers
Riedenburger Str. 2
81677 München

Leistungen

  • Erkundung der hydrogeologischen Verhältnisse
  • Erstellung eines hydrologischen Modells
  • Planung der optimalen Nutzungsmöglichkeiten auf Grundlage der Modellierungsergebnisse
  • Ausschreibung des Brunnenbaus

Schon gewusst?

Die oberflächennahe Geothermie nutzt den Untergrund bis zu einer Tiefe von ca. 400 m und Temperaturen von bis zu 25 °C für das Beheizen und Kühlen von Gebäuden. In Deutschland wird in über 300.000 Ein- oder Mehrfamilienhäusern, öffentlichen Einrichtungen, Krankenhäusern, Schulen oder Gewerbebetrieben die Oberflächennahe Geothermie eingesetzt. Jährlich kommen ca. 23.000 oberflächennahe Geothermieanlagen dazu.

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