Abriss einer alten Alliierten-Kaserne

Mannheim

Auf zwei ehemals als Kasernengelände der Alliierten genutzten Grundstücken am George-Sullivan-Ring in Mannheim (Fläche Sullivan Kaserne insgesamt circa 3,5 Hektar) entstehen im Namen der Gateway Real Estate AG aus Berlin mehrere Wohngebäude unterschiedlicher Größe. Auf Baufeld BF 1 werden neben einem vollständig sanierten Bestandsgebäude drei Wohnblockgebäude inklusive Tiefgarage errichtet. Auf Baufeld BF 10 entstehen ein großer C-förmiger Wohnblock sowie sechs Mehrfamilienhäuser samt Tiefgaragen. Die teilweise schadstoffhaltigen Kasernengebäude werden rückgebaut. Für den Neubau der Wohnanlagen mit Tiefgaragen werden Baugruben bis in Tiefen von circa 4,2 Meter unter Gelände hergestellt. Die diesbezüglich anfallenden Baugrubenkubaturen bewegen sich insgesamt um die 90.500 Kubikmeter.

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Aushubkubatur
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Grundfläche

Kleinrammbohrungen zur Baugrunduntersuchung

Ab März 2022 erfolgten in den Baufeldern mehrstufige Baugrunduntersuchungen mittels Kleinrammbohrungen und schweren Rammsondierungen bis circa acht Meter unter Geländeoberkante, begleitet von altlastentechnischen Recherchen und Untersuchungen, beispielsweise über Bodenluft.

Die Gebäudeschadstoffuntersuchungen erfolgten im April 2022. In den ehemaligen Kasernengebäuden wurden diverse schadstoffhaltige Baustoffe und Bauteile vorgefunden, unter anderem Asbest und künstliche Mineralfaserprodukte. Es erfolgte eine Schadstoffsanierung im Rahmen des Rückbaus. Dabei wurden die schadstoffhaltigen Bauteile erfolgreich entfernt und ordnungsgemäß entsorgt.

Erdarbeiten auf dem ehemaligen Kasernengelände in Mannheim

Regelmäßig werden Bodenmischproben entnommen

Die Sakosta GmbH übernahm für das Bauvorhaben ab Projektbeginn Februar 2022 die Planung der Baufeldfreimachung mit der Erstellung von Rückbau- und Entsorgungskonzepten. Zudem wurden die Entwurfs-, Ausführungs- und Baugrubenplanungen (Konzept und Detailpläne, inklusive Verbau des Baufeldes BF10) und die Bauüberwachung für Rückbau und Baugrubenerstellung übernommen.

Seit Beginn der Erdarbeiten wurden regelmäßig Bodenmischproben an Baggerschürfen, Böschungen sowie Haufwerken entnommen und für die weitere Entsorgung analysiert und bewertet. Die finalen Gründungssohlen der Fundamente wurden gutachterlich bewertet und abgenommen. Das Planum unter den jeweiligen Bodenplatten wurde mittels dynamischer Lastplattendruckversuche überprüft.

Flexible Projektkoordination gefordert

Das Bauvorhaben war geprägt von kurzfristigen strategischen Entscheidungen des Bauherrn bei der Baufeldentwicklung bei stringenten Fertigstellungsterminen. Dies erforderte ein hohes Maß an flexibler Projekt- und Schnittstellenkoordination bei der Leistungsumsetzung. So gab es etwa Planungsänderungen unter anderem zum Erhalt oder Rückbau des Altbestandes, bei der Baufeldfestlegung des Neubaus, beim Baugrubenverbau und den Kampfmitteluntersuchungen.

Die großen Mengen an abzutransportierenden mineralischen Aushub- und Abbruchmassen erforderten eine Vielzahl an abfalltechnischen Deklarationsuntersuchungen (>200 VwV/DepV), bedarfsweise auch als Eilanalytik.

Arbeiten auf dem ehemaligen Kasernengelände in Mannheim

Ort

Wohnanlage Sullivan
George-Sullivan-Ring
68309 Mannheim

Leistungsfelder

  • Geo- und abfalltechnische Baugrunderkundung
  • Gebäudeschadstoffuntersuchung
  • abfall- und umwelttechnische Bodenprobenahmen und Untersuchungen
  • Gebäudesanierung (u.a. Asbest)
  • Kampfmitteluntersuchungen (Magnetik)
  • Erstellung Rückbau- und Entsorgungskonzepte
  • Baugrubenplanung (Konzept und Detailpläne)
  • Entwurfs- und Ausführungsplanung
  • Vorbereitung der Vergabe
  • Rückbauplanung und -begleitung
  • geotechnische Sohl- und Baugrubenabnahmen
  • Objektüberwachung und fachtechnische Baubegleitung
  • Deklarationsuntersuchungen

Schon gewusst?

Die US-Armee besetzte am Ende des Zweiten Weltkriegs Mannheim und übernahm schnell die Kasernen der Wehrmacht. Bis 2011 blieb die US-Garnison Mannheim bestehen. Die Sullivan Barracks der Kasernen im Stadtbezirk Käfertal waren nach dem 1945 gefallenen US-Soldaten George Sullivan benannt und wurden 2014 an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben.

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